konfirmationWenn ein kleines Kind getauft wird, entscheiden darüber die Eltern. Sie versprechen zusammen mit den Paten, das Kind mit dem christlichen Glauben bekannt zu machen. Mit 14 Jahren wird ein junger Mensch in Deutschland aber religionsmündig und kann dann selbst über seine Zugehörigkeit zur Kirche entscheiden. Mit dem Konfirmandenunterricht bereitet die Evangelische Kirche junge Menschen darauf vor, diese Entscheidung begründet treffen zu können. Der Konfirmandenunterricht erfolgt in der Regel während des 8. Schuljahres. In einem feierlichen Konfirmationsgottesdienst am Ende der Konfirmandenzeit sagen die Konfirmandinnen und Konfirmanden schließlich „Ja“ zu ihrer Taufe oder lassen sich taufen, wenn sie noch nicht getauft sind.

Während des Konfirmandenjahres beschäftigen wir uns mit wichtigen Grundlagen des christlichen Glaubens, die Jugendlichen besuchen Gottesdienste und lernen durch ein Gemeindepraktikum verschiedene Arbeitsfelder in der Kirchengemeinde näher kennen. Beim Konfirmandenseminar nach Ostern bereiten wir den Vorstellungsgottesdienst vor, der der Konfirmation vorausgeht.

Das lateinische Wort „confirmare“ heißt so viel wie „bestärken, bestätigen, befestigen“. Die meisten Jugendlichen lassen sich am Ende Ihrer Konfirmandenzeit konfirmieren, etwa 250.000 sind es pro Jahr in Deutschland. Sie haben sich also durch die Konfirmandenzeit in ihrem Glauben festigen lassen, bestätigen mit der Konfirmation die Entscheidung ihrer Eltern und sagen „Ja“ zur eigenen Taufe.

Mit der Konfirmation erhalten die Jugendlichen übrigens auch einige Rechte innerhalb der Kirchengemeinde. Wer konfirmiert ist, darf z.B. ein Patenamt übernehmen.