9001-01_Ober-Beerbach_Kirche_1909

Ober-Beerbacher Kirche 1909

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Ober-Beerbach 1909

Nach Abschluß der Voruntersuchungen, und nachdem die
Finanzierung geklärt ist, laufen die Bauarbeiten an.
Im Oktober 2011 wird als erstes die Orgel abgebaut.
Ab März 2012 beginnen die Dacharbeiten, die bis in den November 2012 dauern.
2013 folgt die Innenrenovierung, die mit dem Einbau der Orgel im September 2013
abgeschlossen wird.

800-1200 Erste urkundliche Nennung Ober-Beerbachs
Ober-Beerbach wird zum ersten Mal genannt. Im Lorscher Kodex
schenkt der Laie Werner dem Kloster Lorsch „unam hubam in
Waltenhuson et duas partes ecclesie in Berebach Superiore.“
(Eine Hube in der Wallhausen und zwei Teile an der Kirche in Ober-
Beerbach). Bei dem Stifter hat es sich vermutlich um Werner von
Weiterstadt gehandelt, der zuletzt 1188 genannt wird. Er war ein
Vorfahre der Elisabeth von Weiterstadt, der bekannten Stammutter
der Herren von Frankenstein, vielleicht ihr Großvater.
Die Kirche dependierte vom St. Victorienstift in Mainz, das
Patronat aber stand den Frankensteinern zu.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
(Otto Röschen, Beschreibung der Ev. Pfarreien des Großherzogtums Hessen, 1900.)
1280-1380 Bau der Kirche
Die noch heute benutzte Kirche wird im gotischen Stil erbaut.
Bauherren sind die Herren von Frankenstein. Die Kollatur hat das Zisterzienserinnenkloster
Patershausen bei Heusenstamm. Das Bildprogramm für die Wandbilder in der Kirche wurde
vermutlich von den Zisterzienserinnen ausgesucht.
(Holger Stüve, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
1536 Erster Versuch, die Reformation einzuführen
Landgraf Philipp der Großmütige versucht, die Reformation einzuführen.
Er fordert Hans und Philipp von Frankenstein auf, „Das Wort Gotts bredigen
lassen und dye Messen sambt anderen Ceremonien ganz abschaffen“, auch
ihren Priestern „Syner ufgerichten Ordnung glichförmig zu halten“.
Die Aufforderung blieb ohne Erfolg. 1537 versuchte der Landgraf von
Hessen, in den Orten der Herrschaft Frankenstein eine Kirchenvisitation
durchzuführen, wiederum ohne Erfolg. Noch 1540 stand in Ober-Beerbach
ein katholischer Priester.
(D. Dr. W. Diehl, Reformationsbuch, 1917.)
1541 Einführung der Reformation, Verlust des eigenen Pfarrers
Anfang diesen Jahres bzw., Ende 1540 gaben die Frankensteiner nach, und
führten die Reformation ein. Ober-Beerbach erhielt keinen eigenen Pfarrer
mehr, sondern wurde vom Nieder-Beerbacher Pfarrer mitversorgt. Der
bisherige katholische Priester blieb am Ort wohnen.
(D. Dr. W. Diehl, Reformationsbuch, 1917.)
1549-1553 Interimszeit – Ober-Beerbach wird wieder katholisch
Sogenannte Interimszeit. Nachdem Landgraf Philipp im Schmakaldischen Krieg
in kaiserliche Gefangenschaft geraten war, wurde die Herrschaft Frankenstein wieder katholisch.
(D. Dr. W. Diehl, Reformationsbuch, 1917.)
1553 Wiedereinführung der Reformation
In diesen Jahr wurden nach Aufforderung von Hessen-Darmstadt wieder lutherische Pfarrer für das
frankensteiner Gebiet bestellt. Ober-Beerbach erhält wiederum keinen eigenen Pfarrer.
Vielmehr soll „Herrn Sylvester, Pfarrern zu Niederbeerbach dye Pfarr zu
Ober-Beerbach eine Zeitlang zu versehen“ erlaubt werden. Dieser Zustand
dauert bis 1824.
(D. Dr. W. Diehl, Reformationsbuch, 1917.)
1567 Entstehung der Superindendanturen
Mit Entstehung der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt werden
Superindendanturen eingerichtet. Die Pfarrei Nieder-Beerbach, die
Ober-Beerbach mitversorgt, gehört zur Superindendantur Darmstadt.
(Hassia sacra, Bd.II)
1617 Besitzverhältnisse
Ober-Beerbach, Schmal-Beerbach und Stettbach haben 28 3/4 Huben,
davon gehören Junker Schrautenbach 10 3/4.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg
Im Dreißigjährigen Krieg wird Ober-Beerbach verwüstet. Es ist etwa 20 Jahre lang
unbewohnt. Die Felder liegen brach und verwildern.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
(Beschreibung der ev. Pfarreien im Großhzt. Hessen, Otto Röschen 1900.)
1663 Ober-Beerbach wird hessisch
Die Herren von Frankenstein verkaufen
ihr Land und das Patronatsrecht der Kirche an die Landgrafen von
Hessen und ziehen nach Neustadt an der Aisch.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
(Beschreibung der ev. Pfarreien im Großhzt. Hessen, Otto Röschen 1900.)
1667 Entstehung der „Metropolitanate“
Die Superindendanturen werden nochmals unterteilt. Diese Unterbezirke
tragen die Bezeichnung Metropolitanat, die Einteilung orientiert sich an der
politischen Einteilung des Landes in Ämter. Die Superindendantur Darmstadt
bekommt 5 Metropolitanate, Nieder-Beerbach und das mit ihm
verbundene Ober-Beerbach gehören zum Metropolitanat Darmstadt.
(Hassia sacra, Bd.II.)
1777 Umbenennung der „Metropolitanate“ in „Inspektorat“
Da die griechische Bezeichnung Metropolitanat zu kompliziert
erscheint, werden sie in Inspektorate umbenannt, und deren Leiter, die
Metropolitane, werden zu Inspektoren.
(Hassia sacra, Bd.II.)
1821 Bau eines Pfarrhauses
Nach 280 Jahren soll Ober-Beerbach wieder einen eigenen Pfarrer
erhalten. Daher bauen die Ober-Beerbacher in den Jahren 1821-1824
ein Pfarrhaus.
(Best. Nr.113.)
1822 Neueinteilung der Inspektorate
Ober-Beerbach wird bei der Neueinteilung der Inspektorate dem Inspektorats-Bezirk Zwingenberg zugeteilt.
(Gesetzblatt für das Großhzt. Hessen, 1822.)
1824 Eigener Pfarrer für Ober-Beerbach, Anfertigung des Taufsteines
Johann Daniel Zacharias Rainer wird Pfarrer in Ober-Beerbach.
Er läßt den heute noch in der Kirche verwendeten Taufstein anfertigen.
(Best. Nr. 22)
1830 Einpfarrung von Frankenhausen
Frankenhausen wird als Filialort von Ober-Ramstadt nach
Ober-Beerbach eingepfarrt. Es bleibt im Ober-Beerbacher
Parochialverband bis 1854.
(Best. Nr. 14)
(D. Dr. Diehl, Hassiae Sacra Bd.VII, S. 252.)
1832 Umbenennung der „Inspektorate“ in „Dekanat“
Die Inspektorate werden in Dekanate umbenannt. Die Einteilung
ändert sich zunächst nicht.
(Gesetzblatt für das Großhzt. Hessen, 1832.)
1838 Änderung der Dekanats-Zugeörigkeit
Ober-Beerbach wird dem Dekanat Pfungstadt zugeteilt.
(Gesetzblatt für das Großhzt. Hessen, 1838)
1854 Auspfarrung von Frankenhausen
In diesem Jahr wird Frankenhausen von Ober-Beerbach
getrennt und Nieder-Beerbach als Filialort zugewiesen.
(Best. Nr. 14)
(D. Dr. Diehl, Hassiae Sacra Bd.VII, S. 252.)
1897,
1. April
Einpfarrung von Neutsch
Neutsch wird nach einigem Hin und Her als Filialort von
Neunkirchen nach Ober-Beerbach umgepfarrt.
Neutsch gehört von alters her zum Kirchspiel Neunkirchen. Jedoch ist
der Weg von Neutsch nach Neunkirchen in die Kirche weit und beschwerlich. Er
beträgt 12 Kilometer, das sind 2 Stunden Fußmarsch.
Nach Ober-Beerbach sind es dagegen nur etwa 3 Kilometer. Deswegen strebten die
Neutscher die Umpfarrung nach Ober-Beerbach an. Die Versuche von 1864 und 1877 sich umpfarren zu
lassen scheiterten jeweils am Widerstand von Neunkirchen.
(Altregistratur, Bericht von Prälat Diehl, Az 511.)
(Best. Nr.14.)
1905 Neues Werk für die Orgel
Die Orgel in der Kirche bekommt ein neues Werk.
Das Werk stammt von der Orgelbauwerkstatt Adam Eifert aus Stadtilm (Thüringen)
und hat sieben Register:

  1. Principal 8′
  2. Salicional 8′
  3. Bordun 8′
  4. Flauto dolce 4′
  5. Oktave 4′
  6. Quinte 2 2/3′ und Octave 2′
  7. Subbass 16′ (sowie:
  8. Koppelzug Pedal-Manual)

1942 wurde ein elektisches Gebläse eingebaut, das die Orgel mit dem nötigen
„Wind“ versorgt, so dass der vorhandene Zug „Calcant & Windablaß“ ohne Funktion ist.
Die Orgel wurde 1805 gebraucht von der Kirchengemeinde Crumstadt gekauft. Sie wurde
1696 vom Orgelbaumeister Johann Anton Meyer gebaut.

(Best. Nr. 75.)
1908 Bau der Wasserversorgung
Es werden Wasserleitungsrohre verlegt, das Wasserholen am Brunnen
entfällt von nun an.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
1917 Beschlagnahme der Glocken und Orgelpfeifen
Im 1. Weltkrieg beschlagnahmt der Militärfiskus die Orgelpfeifen und Glocken. Die
Gemeinde darf eine Glocke und ein Orgelregister für kirchliche
Zwecke behalten.
(Best. Nr. 75.)
1922 Neue Glocken
Zwei neue Glocken werden eingeweiht, als Ersatz für die 1917
abgelieferten. Sie wiegen 285 und 170 Kg und klingen in den
Tönen h‘ und d“. Die noch vorhandene Glocke hat den Ton e“.
Die beiden Glocken haben zusammen 17.667,–Mark gekostet.
(Best. Nr. 75.)
1924 Anschluß an das Stromnetz
Petroleumlampen und Kerzen haben ausgedient, denn Ober-Beerbach
bekommt elektrischen Strom.
(Best. Nr. 75.)
1927 Entdeckung der Fresken
Die Kirche wird renoviert. Dabei werden die Wandbilder im Altarraum
entdeckt. Damit sie auch zur Geltung kommen, wird die Orgel vom
Altarraum auf die Westempore über dem Eingang umgesetzt.
(Best. Nr. 75.)
1942,
9. Januar
Beschlagnahme der Glocken
Die erst 1922 eingeweihten Glocken müssen für Kriegszwecke abgeliefert
werden.
(Best. Nr. 75.)
1942,
3. Dezember
Fliegerangriff auf Ober-Beerbach
Am frühen Morgen bekommt Ober-Beerbach die Schrecken des
Zweiten Weltkrieges in Form eines Fliegerangriffes zu spüren und
entgeht nur knapp einer Katastrophe.
(Best. Nr. 42.)
1950,
20. April
Neue Glocken
Nachdem die Ober-Beerbacher fleißig gespendet haben, können
drei neue Glocken eingeweiht werden. Sie wiegen 280, 170 und
120 Kg. Die Durchmesser unten sind 79, 66, und 59 cm. Die Glocken
klingen in c“, es“ und f“. Gekostet haben sie 2140,45 DM
(Best. Nr. 75.)
1957-1964 Kirchenrenovierung
Die Kirche wird innen und außen gründlich renoviert. Der Innenraum
erhält seine heutige Gestalt mit dem gemauerten Altar und der Kanzel
aus Sandstein. Dabei findet man unter dem Boden des Altarraums
Treppenstufen, die wahrscheinlich zu einem Vorgängerbau gehörten.
Genauere Untersuchungen werden aus Zeit- und Geldmangel nicht durchgeführt.
(Altregistratur, Az.511.)
1966 Baufälligkeit des Pfarrhauses, Planungen für den Neubau eines Gemeindezentrums
Im Dachstuhl des 1821-1824 gebauten Pfarrhauses hat der Hausbock sein Quartier, an
anderer Stelle wächst der Hausschwamm. Es ist derart baufällig,
daß empfohlen wird, es abzureißen und ein neues Pfarr- und
Gemeindehaus zu bauen. Entsprechende Planungen setzten auch
ein, werden aber wegen der Vakanz der Pfarrstelle nicht weiter verfolgt.
(Altregistratur, Az. 531.)
1972,
1. Januar
Gebietsreform in Hessen
An diesem Tag tritt in Hessen die Gebietsreform in Kraft.
Ober-Beerbach wird Ortsteil der Großgemeinde Seeheim. Auf den Briefen steht von nun an
„Seeheim 3“, die neue postalische Ortsbezeichnung.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
1972,
2. Oktober
Ein Pfarrhaus wird angemietet
Für den neuen Pfarrer Melchers muß ein Haus gemietet werden,
weil der 1. Stock des alten Pfarrhauses von der Baupolizei gesperrt
wurde.
(Altregistratur, Az. 521.)
1974 Planungen für ein Gemeindezentrum
Die Planungen für den Neubau eines Pfarr- und Gemeindehauses
laufen wieder an, denn das alte Pfarrhaus ist auch als Gemeindehaus
nicht mehr zu gebrauchen.
(Altregistratur, Az. 521.)
1974,
Dezember
Gemeindebrief „Bläädsche“ und Gemeindefest „Parrekerb“
Der Gemeindebrief, „Bläädsche“ genannt, erscheint erstmals. Zunächst
nur unregelmäßig, da Pfarrer Melchers zur „Parrekerb“, dem von ihm initierten
Gemeindefest einladen wollte. Heute bringen die Konfirmanden jeden Monat ein
„Bläädsche“ in die Häuser. Das Gemeindefest „Parrekerb“ wird alle zwei Jahre
gefeiert.
(Altregistratur, Az. 354-3.)
1974-1975 Bau der „Jugendbaracke“
Die „Jugendbaracke“, eine Holzbaracke aus Fertigteilen, wird gebaut.
Das wurde nötig, weil im baufälligen Pfarrhaus keine
Kinder und Jugendarbeit mehr stattfinden kann.
(Altregistratur, Az. 521.)
1975,
3. Juli
Ein neues Pfarrhaus wird gekauft
Die Kirchengemeinde Ober-Beerbach kauft im Albert-Einstein-Ring 11
ein Zweifamilienhaus als Pfarrhaus.
(Altregistratur, Az. 521.)
1977,
1. Januar
Reform der Gebietsreform
Die Gebietsreform wird reformiert. Die 1972 gebildeten Großgemeinden
Seeheim und Jugenheim werden zu einer Gemeinde zusammengelegt.
Die Gemeinde führt den Doppelnamen „Seeheim-Jugenheim“.
Der Ortsteil Schmal-Beerbach, den Ober-Beerbach mit nach
Seeheim brachte, wird von Seeheim-Jugenheim gelöst und der Gemeinde
Lautertal zugewiesen. Gleichzeitig ändert sich für die Schmal-Beerbacher
die Kreiszugehörigkeit, denn die Gemeinde Lautertal gehört zum Kreis Bergstraße.
Dies geschah obwohl die Schmal-Beerbacher Bevölkerung in zwei
Abstimmungen gegen diese Änderung votierte.
(R. Kunz, Heimatbuch Seeheim-Jugenheim, 1981.)
1977,
3. März
Erwerb eines Gemeindehauses
Mit der politischen Gemeinde kommt ein Grundstücks- und
Gebäudetausch zustande. Die Kirchengemeinde erhält das alte
Schulhaus als Gemeindehaus, die Gemeinde Seeheim-Jugenheim
das alte Pfarrhaus. An seiner Stelle wird später das neue Bürgerhaus
gebaut. Als Rechtsnachfolger der Gemeinde Ober-Beerbach löst die Gemeinde
Seeheim-Jugenheim ihre Baupflicht am Pfarrhaus ab und
hilft so, den Kauf des Gemeindehauses zu finanzieren. Dieser Tausch
ist billiger, als der komplette Neubau eines Pfarrhauses und Gemeindezentrums.
(Altregistratur, Az. 521/531.)
1992,
Ostern
Osternacht
In Ober-Beerbach wird die erste „Osternacht“ in der Kirche mit anschließendem
Osterfrühstück im Gemeindehaus gefeiert. Die Gottesdienste sind
trotz des frühen Beginns (5.30 – 6.00 Uhr, je nach Sonnenaufgangszeit) sehr gut besucht.
1998,
1. Oktober
Auspfarrung von Schmal-Beerbach
Schmal-Beerbach wird von Ober-Beerbach getrennt und mit Beedenkirchen
verbunden. Die Kirchengemeinde Beedenkirchen (Lautertal) beantragte dies. Seit der Gebietsreform
von 1977 gehört Schmal-Beerbach zur Großgemeinde Lautertal, wie Beedenkirchen auch.
Der Kirchenvorstand von Ober-Beerbach stimmte zu, nachdem bei einer von ihm durchgeführten
Fragebogenaktion die Mehrheit der Schmal-Beerbacher Gemeindeglieder für die Umpfarrung ist.
2004,
August
Familiengottesdienst zum Schulanfang
Ab 2004 gibt es jedes Jahr einen Familiengottesdienst für Kinder, die
in die Schule kommen. Die Kinder bekommen dabei auch ein
kleines Geschenk überreicht.
2005,
3. Advent
Waldweihnacht
Die erste „Waldweihnacht“ wird am Sonneneck gefeiert. Dieser Unsterstellpavillon
und der Platz davor wird festlich beleuchtet. Die Konfirmanden zeigen ein Krippenspiel, der
Posaunenchor begleitet die Lieder. Die Besucher kommen meist zu Fuß aus Ober-Beerbach, vom Steigerts,
von Stettbach und von Neutsch.
2008-2010 Die Kirche ist renovierungsbedürftig
Es werden Voruntersuchungen für eine Kirchenrenovierung durchgeführt.
Ergebnis: Dir Kirche muss an vielen Stellen renoviert werden.
Dach, Putz aussen und innen sowie die Heizung müssen vollständig erneuert werden.
Die Wandbilder müssen saniert werden.
Da das Dach nicht mehr ausreichend standsicher ist, wird die Kirche in den
Wintermonaten geschlossen. Die Gottesdienste finden im Gemeindehaus statt,
die Weihnachtsgottesdienste im grossen Saal der Bürgerhalle.
Mit den Kommunen Seeheim-Jugenheim und Modautal,
denen die Baulast an der Kirche als Rechtsnachfolger der Gemeinden Ober-Beerbach
und Neutsch von alters her obliegt, laufen Verhandlungen über die Finanzierung an.
2011-2013 Kirchenrenovierung
Nach Abschluß der Voruntersuchungen, und nachdem die
Finanzierung geklärt ist, laufen die Bauarbeiten an.
Im Oktober 2011 wird als erstes die Orgel abgebaut.
Ab März 2012 beginnen die Dacharbeiten, die bis in den November 2012 dauern.
2013 folgt die Innenrenovierung, die mit dem Einbau der Orgel im September 2013
abgeschlossen wird.
2013,
1. Dezember
Wiederöffnung der renovierten Kirche
Nach zwei Jahren Renovierung wird die Kirche wieder mit einem Festgottesdienst
geöffnet. 85% der Dach- und Deckenkonstruktion wurden erneuert.Vollständig
erneuert wurde die Eindeckung des Daches, der Aussenputz, Elektrik samt Heizung und Lampen.
Die Wandbilder wurden untersucht, gesichert und gereinigt. Die Orgel wurde
ebenfalls überholt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 830.000 Euro.
Zur Finanzierung wurde die Baulast der Kommune Seeheim-Jugenheim abgelöst,
einen weiteren großen Teil trug die Gesamtkirche, und 75.000 Euro muß die
Gemeinde selbst tragen.
2015,
1. Januar
Das „Gemeindenetz Nördliche Bergstraße“ startet.
Zusammen mit den Evangelischen Kirchengemeinden Alsbach, Jugenheim und Zwingenberg
bildet Ober-Beerbach das „Evangelische Gemeindenetz Nördliche Bergstraße“.
Hauptgrund ist die ab diesem Zeitpunkt geltende Pfarrstellenbemessung, durch
die eine halbe Pfarrstelle an der Nördlichen Bergstraße wegfällt. Die Gemeinden
des Gemeindenetzes haben sich entschieden, diese Kürzung gemeinsam zu tragen, und
enger zusammen zu arbeiten. Die vier Gemeinden haben sich pfarramtlich verbunden,
ausserdem wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Stand: Mai 2015.

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